Exposé

Soweit ich es verstanden habe, gibt es zwei Arten von Exposés, einmal das Verkaufsexposé, das zum Verlag geschickt wird, um seinen Roman vorzustellen und dann das Exposé, das man für sich selbst schreibt, um die Geschichte aufzubauen. Beides Varianten sind eine Art Zusammenfassung, die die Wendepunkte, Höhepunkte und Schlüsselszenen des Romans aufzeigen und die Geschichte von Anfang bis Ende zusammenfassen. Wenn das Exposé geschrieben ist, dann ist klar, worum es im Kern geht und wie die ganze Sache enden wird.

Mich hat diese Zusammenfassung verärgert. Sie war bitter notwendig, denn ich hatte zwar 125 Seiten Roman geschrieben, aber wusste nicht, wie die Geschichte ausgehen wird. Jetzt weiß ich es. Trotzdem – auf drei Seiten kann man immer nur das Wesentliche schildern und wenn ich an einer Stelle etwas hinzufüge, dann muss ich an anderer Stelle etwas wegnehmen. Ich habe das Exposé nicht gut hinbekommen, obwohl ich es mehrfach überarbeitet hatte, ist meine Studienleiterin nicht wirklich zufrieden: der Stoff ist zu negativ, es kommt zu viel Tod vor, die Protagonistin ist nicht sympathisch genug, sie ist zum Ende nicht aktiv genug, etc.

Logline, Kurzbeschreibung und Treatment

Zu den Satellitentexten eines Romans gehören neben dem Exposé noch Logline, Kurzbeschreibung und Treatment. Im Treatment werden die Handlung und ihre Hintergründe ausformuliert und erzählchronologisch gegliedert. Die Logline soll 1 bis 2 Sätze beinhalten, die Kurzbeschreibung 5 bis 10 Sätze, das Exposé etwa 3 Seiten und das Kapitel-Treatment ca. 10 % des fertigen Romans (also 30 Seiten bei einem 300seitigen Roman).

Die Kurzbeschreibung kann ich nicht bloggen, weil es das Ende verrät und ein Dokument ist, dass dem Verlag zugesendet wird. Die Logline kann ich aber verraten. Zurzeit lautet sie:

 Die 21jährige Lilith glaubt den Verstand zu verlieren, als ihr merkwürdige Dinge widerfahren und sie erkennt, dass sie nur zur Hälfte menschlich ist.

Mal sehen, ob dies meiner Studienleiterin gefällt.