Seit Jahren liebäugel ich damit, den Europäischen Fernwanderweg E1, der an meiner Haustür vorbeiführt, zu gehen. Ich wünsche mir so etwas wie eine Wander-Schreib-Reise, also eine Wanderung, die ich mit dem Schreiben kombinieren kann.

Europäischer Fernwanderweg E1

Der deutsche Abschnitt des E1 beginnt an der dänischen Grenze und geht über 1.900 Kilometer hinunter bis Konstanz am Bodensee. Von der dänischen Grenze bis zu mir nach Hause teilt sich der Weg (ca. 300 km) in 12 Etappen von jeweils 20 bis 32 km Länge. Wenn ich täglich eine Etappe bewältigen könnte, dann würde ich 12 Tage für die Strecke brauchen, aber das schaffe ich nie im Leben.

Schaffe ich das?

30 km am Tag sind utopisch. Ich bin der unsportlichste Mensch der Welt und sitze den ganzen Tag nur im Büro rum. Ich denke, 10 bis 15 km am Tag wären realistisch, da ich nebenbei ja auch noch Schreiben möchte. Bei diesen „kurzen“ Strecken werde ich aber nicht jedes Mal eine Unterkunft finden. Es ist auch eine finanzielle Frage, ob man sich wirklich für jede Nacht ein Zimmer nehmen kann oder will. Ich würde daher neben Wechselklamotten und anderen notwendigen Utensilien ein bisschen mehr Gepäck tragen müssen (Biwak, Isomatte, Schlafsack), was sich sicherlich auch auf meine kaum vorhandene Kondition auswirken dürfte.

Ich denke, die 300 km sollte ich in drei Wochen schaffen – im nächstes Jahr. Wir haben jetzt September und es macht keinen Sinn, in diesem Jahr noch loszulaufen. Davon abgesehen muss ich mir für so eine Unternehmung Urlaub nehmen.

Entscheidung

Okay, ich habe mich entschieden: In meinem nächsten Sommerurlaub laufe ich los und dieser Beitrag wird eine Fortsetzung finden. Ich werde hier in meinem Blog berichten.